Die Hoheit über die S/4HANA-Transformation behalten

Michael Kozlowski • 11. Januar 2026

Warum das Delegieren der Kontrolle zur strategischen Falle wird

Das Risiko der strategischen Abwesenheit

S/4HANA-Transformationen sind die wohl massivsten Eingriffe in das Nervensystem moderner Unternehmen. Doch prominente Fehlschläge wie bei LIDL, HARIBO oder EDEKA offenbaren ein systematisches Risiko: das Entstehen eines Governance-Vakuums. Wenn Unternehmen die architektonische Hoheit vollständig an Implementierungspartner delegieren, riskieren sie nicht nur ihr Budget, sondern ihre künftige Handlungsfähigkeit. Ist es eine bewusste Entlastung des Managements oder eine fatale Unterschätzung der Komplexitätstiefe?


Die 500-Millionen-Euro-Lektion: Der Fall LIDL


Der Abbruch des Projekts „elvis“ bei LIDL im Jahr 2018 bleibt eines der schärfsten Warnsignale für den deutschen Mittelstand und Großkonzerne. Nach sieben Jahren und Investitionen von rund 500 Millionen Euro musste die Reißleine gezogen werden.


Die Analyse: Das Projekt scheiterte an der versuchten Symbiose aus starrer Standardsoftware und dem kompromisslosen Festhalten an hochspezifischen Eigenprozessen (Status-Quo-Bias).


Die Konsequenz: Die vollständige Abschreibung der Investitionssumme.


Das AXIOM-Resümee: Wo kein starkes internes Korrektiv die Einhaltung der Architectural Integrity erzwingt, übernimmt die Komplexität das Steuer – bis zum Systemstillstand.


Wenn die „Delegations-Falle“ zuschnappt


Ähnlich wie bei LIDL zeigen auch die Fälle HARIBO (massive Lieferprobleme nach Go-Live) und EDEKA (langjährige Rechtsstreitigkeiten), dass ein S/4HANA-Projekt ohne stringente Führung durch den Kunden scheitert. Wer die Steuerungshoheit aus der Hand gibt, sieht sich mit fatalen Folgen konfrontiert:


 

  • Erosion des Business Case: Der ROI verpufft in teuren Individualisierungen, die der Implementierungspartner bereitwillig umsetzt, da sie Projektstunden generieren.
  • Verlust der Innovationsfähigkeit: Ein „verbauter“ Core blockiert künftige KI- und Cloud-Innovationen der SAP.
  • Operative Instabilität: Wenn die Transformation die Prozess-Sicherheit gefährdet, wird das IT-Projekt zum existenziellen Risiko für das Kerngeschäft.

 


AXIOM: Die unabhängige Instanz für Ihre Entscheidungshoheit


AXIOM ist kein Implementierungspartner. Wir sind Ihr strategisches Korrektiv auf C-Level. Wir sorgen dafür, dass Sie die Souveränität über Ihre Transformation behalten – nicht durch technische Detailarbeit, sondern durch konsequente Governance.


  • Value Protection: Wir validieren jede Abweichung vom Standard gegen Ihren Business Case.


  • Architectural Integrity: Wir sichern den „Clean Core“ als Voraussetzung für Ihre künftige Wettbewerbsfähigkeit.


  • Conflict Mediation: Wir lösen den strukturellen Konflikt zwischen Fachbereichs-Silos und der notwendigen Prozess-Standardisierung.


Fazit: Souveränität ist keine Option, sondern eine Pflicht


Die Geschichte der S/4HANA-Misserfolge zeigt: Großinvestitionen benötigen eine neutrale Aufsicht. Wer die Steuerung delegiert, ohne ein unabhängiges Korrektiv zu installieren, zahlt am Ende mit seiner Agilität. AXIOM stellt sicher, dass Sie der Architekt Ihrer Zukunft bleiben und nicht zum Passagier Ihres Dienstleisters werden.


Schützen Sie Ihre Transformation vor der Komplexitätsfalle. Hinterfragen Sie Ihr aktuelles Projekt-Setup, bevor die Kosten die Kontrolle übernehmen. Kontaktieren Sie AXIOM für ein Executive Audit – wir analysieren neutral, ob Ihre Governance stark genug ist, um Ihren Business Case ins Ziel zu bringen.

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AXIOM Business Blueprint
von Michael Kozlowski 11. Januar 2026
S/4HANA ist mehr als ein ERP‑Upgrade. Es ist die Grundvoraussetzung für das „Autonomous Enterprise“. S/4HANA ist der strategische Hebel für operative Resilienz und nachhaltige Wettbewerbsdifferenzierung. Wirkliche Potenziale entstehen nicht durch neue Masken, sondern durch Echtzeitdaten, KI-gestützte Automatisierung und radikal vereinfachte Prozesslandschaften. AXIOM begleitet Unternehmen dabei, diese Potenziale konsequent zu realisieren – mit Fokus auf Business Value statt Systemfunktionalität. Warum AXIOM? Transformationen scheitern, wenn sie als IT‑Projekte isoliert werden. AXIOM stellt sicher, dass S/4HANA als Wertschöpfungsprogramm gesteuert wird – mit einer Governance, die den Business Case gegen architektonische Verwässerung verteidigt. Unser Ansatz: Der AXIOM Value‑Blueprint Value Ambition Gemeinsam mit CFO, COO und CIO definieren wir eine messbare Zielarchitektur entlang harter Werthebel: Working Capital Optimierung: Cashflow-Verbesserung durch KI-gestützte Reduktion von DSO und Beständen. Operative Agilität: Höhere Prozessgeschwindigkeit in Kernprozessen (Order‑to‑Cash, Plan‑to‑Produce) durch Wegfall von Medienbrüchen. Efficiency Gains: Steigender Automatisierungsgrad d urch SAP Joule und Robotic Process Automation (RPA). Cost of Quality: Reduktion von Fehlerkosten durch Clean-Core-basierte Standard isierung und automatisierte Validierungsregeln. VIBE – Value Infrastructure for Business Excellence Wir etablieren VIBE als zentrale Steuerungslogik: Value Maps: Direkte Verknüpfung von S/4HANA-Standardfunktionen mit finanziellen KPIs. Embedded Analytics: Echtzeit‑Dashboards direkt im Prozessfluss statt zeitversetzter BI-Reports. Value Tracking: Aktives Abweichungsmanagement über den gesamten Lebenszyklus. Clean-Core-Governance (Controlled Architecture) Wir schützen Ihren Investitionsschutz durch eine strikte Clean-Core-Strategie: Standardisierung als Default: Effizienz und volle Upgrade-Fähigkeit für künftige KI-Innovationen. Side-by-Side Extensibility: Differenzierende Wettbewerbsvorteile entwickeln wir auf der SAP BTP – ohne den Kern zu verbauen. Komplexitäts-Stopp: Radikale Reduktion von technischer Verschuldung zugunsten einer KI-fähigen Architektur. End‑to‑End‑Prozessharmonisierung Wir richten Prozesse konsequent auf Skalierbarkeit aus (O2C, P2P, R2R, P2P). Der Schwerpunkt liegt auf Predictive Analytics (z. B. für Absatzplanung und Anomalieerkennung in der Logik) und belastbarer Datenqualität. Change & Leadership Enablement Ownership-Kultur: Führungskräfte übernehmen Verantwortung für Prozess-KPIs (z. B. First-Time-Right-Quote), nicht nur für Projekt-Meilensteine. Rollenbasierte Befähigung: Fokus auf die neuen, datengetriebenen Arbeitsweisen der Endanwender. Ihr Ergebnis: Messbarer Business Value (Benchmarks*) Basierend auf globalen Benchmarks der SAP und führender Analysten (Gartner, IDC) sowie unseren Projekterfahrungen, sind folgende Zielkorridore für eine Clean-Core-Transformation realistisch:  12–23% Reduktion der Lagerhaltungskosten: Durch verbesserte Planungsgüte und Echtzeit-Bestandstransparenz (Quelle: SAP Value Benchmark für Digital Supply Chain). 20–35% Steigerung der operativen Effizienz: In Finanz- und Beschaffungsprozessen durch Wegfall manueller Abstimmungen und Einsatz von Robotic Process Automation (RPA) (Quelle: IDC Study on S/4HANA Business Value). 10–25% Verkürzung der Durchlaufzeiten (Order-to-Cash): Durch integrierte End-to-End-Prozesse und reduzierte Klärungsfälle (Quelle: SAP Performance Benchmarking). 25–40% Effizienzsteigerung im Abschluss (Record-to-Report): Reduktion der Tage bis zum Monatsabschluss und Senkung der Kosten für die Finanzberichterstattung (Quelle: APQC / SAP Finance Benchmarks). 15–20% Senkung der IT-Betriebskosten: Langfristig durch die Stilllegung von Altsystemen und Reduktion von technischer Verschuldung (Custom Code) (Quelle: Gartner Research on ERP Modernization). Hinweis: Diese Werte stellen das Potenzial bei konsequenter Nutzung des S/4HANA-Standards und der Business Technology Platform (BTP) dar. Die individuelle Quantifizierung erfolgt im Rahmen des AXIOM Value-Blueprints. AXIOM – Ihr Partner für wertorientierte Transformation. Unabhängig. Methodisch. Konsequent. Wir machen S/4HANA zum Werttreiber Ihrer Strategie – damit Ihr Projekt kein IT-Kostenblock bleibt, sondern zum Innovationsmotor wird.
von Michael Kozlowski 10. Januar 2026
Executive SUMMARY
Clean Core vs Controlled Core
von Michael Kozlowski 9. Januar 2026
Das „Clean Core“-Konzept ist der Industriestandard für S/4HANA-Transformationen. Es verspricht Upgrade-Fähigkeit und Agilität durch die strikte Nutzung von SAP-Standards. Doch für das C-Level stellt sich eine entscheidende Frage: Wo endet die Standardisierung und wo beginnt die strategische Kastration des Geschäftsmodells? Die AXIOM-Analyse: Grenzen des Clean Core Das Differenzierungs-Dilemma: Standardisierung schafft Effizienz, aber keine Wettbewerbsvorteile. Ein erzwungener Standard in wettbewerbsentscheidenden Prozessen erzeugt operative Reibungsverluste. Verlagerte Komplexität: Clean Core eliminiert Komplexität oft nicht, sondern verlagert sie in die Integrationsschicht (BTP/Middleware). Dies schafft „verteilte Komplexität“, die oft schwerer zu steuern ist als ein gut dokumentierter Prozess im Kern. Die Skill-Lücke: Der Wechsel von ABAP zu Multi-Cloud-Technologien (CAP, RAP, Fiori) erfordert massive Re-Skilling-Investitionen. Die AXIOM-Alternative: Controlled Core-Strategie Statt eines pauschalen Modifikationsverbots setzt AXIOM auf eine wertbasierte Governance . Wir teilen die Systemlandschaft in drei Zonen ein: Zone 1: Zero Tolerance (Standard Core): Finanzwesen, HR-Lohnabrechnung, Standard-Beschaffung. Hier gilt: 100% SAP-Standard. Keine Ausnahmen. Zone 2: Intelligent Extension (Side-by-Side): Reporting, UI-Verbesserungen und Add-ons. Diese liegen auf der SAP BTP, um den Kern „sauber“ zu halten. Zone 3: Competitive Edge (Controlled Modifications): Nur in Ausnahmefällen und bei nachgewiesenem ROI > X erlaubt. Hier nutzen wir ABAP Cloud (On-Stack Extensibility) – dies ist die moderne, Cloud-konforme Art der Anpassung, die Upgrades nicht behindert. Empfehlung: Der risikoadjustierte AXIOM-Weg Wir empfehlen kein „Entweder-oder“, sondern eine wertorientierte Allokation :  Value-Analyse: Identifikation der 15-20% Prozesse, die Ihren echten Wettbewerbsvorteil ausmachen. Nur hier ist Komplexität erlaubt. Modern Extensibility: Nutzung von ABAP Cloud . Dies erlaubt Erweiterungen direkt im System, aber über geschützte Schnittstellen (Tier-1-Extensibility). Damit bleibt der Kern technisch „clean“, aber funktional „controlled“. Governance Board: Etablierung eines Gremiums, das Erweiterungen nicht nach „Technik“, sondern nach „strategischem Impact“ genehmigt. Fazit: Clean Core ist ein wichtiges Leitprinzip – aber kein Dogma. Eine Controlled-Core-Strategie schützt die Wartbarkeit, ohne die operative Einzigartigkeit zu opfern. AXIOM stellt sicher, dass Sie nicht nur ein technisch einwandfreies System erhalten, sondern eine Plattform, die Ihre Wettbewerbsvorteile absichert und aktiv zum Markterfolg Ihres Unternehmens beiträgt.