S/4HANA VIBE – Vom IT‑Projekt zum messbaren Business Value
Warum klassische S/4HANA‑Transformationen oft am Mehrwert scheiterN

Viele S/4HANA‑Transformationen starten mit einem ambitionierten Business Case – und enden dennoch als technisch saubere, aber wirtschaftlich schwer greifbare IT‑Projekte. Der Go‑Live wird erreicht, Budgets werden eingehalten, doch die zentrale Frage des Top‑Managements bleibt unbeantwortet:
Wo ist der messbare Business Value in der GuV, im Cashflow oder im Working Capital?
Genau an dieser Stelle setzt VIBE (Value Infrastructure for Business Excellence) an.
VIBE ist SAPs strukturierte Antwort auf die wachsende Kritik, dass Transformationen zu stark auf Systemwechsel fokussiert sind – und zu wenig auf finanzielle Wirkung.
In S/4HANA‑Szenarien fungiert VIBE als strategisches Bindeglied zwischen IT‑Architektur, Prozessdesign und finanzieller Performance.
Was ist VIBE – und warum ist es gerade jetzt relevant?
VIBE ist kein weiteres Analyse‑Tool und keine isolierte Methodik. Es ist ein integriertes Value‑Framework, das den gesamten Transformationslebenszyklus begleitet:
- von der Zieldefinition vor Projektstart
- über die Priorisierung von Maßnahmen während der Umsetzung
- bis zur kontinuierlichen Erfolgsmessung im Betrieb
Damit verschiebt sich der Fokus fundamental: von der Frage „Was implementieren wir?“ hin zu „Warum lohnt sich das – und wie messen wir es?“
1. Vom Bauchgefühl zur Messbarkeit – Value Tracking
In vielen Programmen wird der Business Case einmal erstellt – und danach nie wieder systematisch überprüft. VIBE durchbricht dieses Muster.
Mehrwert:
VIBE definiert bereits vor Projektstart klare, finanzielle KPIs (z. B. Days Sales Outstanding, Abschlussdauer, Bestandsreichweite) und verfolgt diese über den gesamten Lebenszyklus der Transformation. Prozessverbesserungen werden nicht nur behauptet, sondern kontinuierlich gemessen.
C‑Level‑Nutzen:
Der CFO erhält eine belastbare, datenbasierte Antwort auf die Frage:
„Was hat uns die S/4HANA‑Transformation finanziell wirklich gebracht?“
2. Transparenz über Ineffizienzen – Value Diagnostics
Klassische Prozessanalysen zeigen häufig wo etwas nicht optimal läuft – aber nicht wie relevant das Problem wirtschaftlich ist.
Mehrwert:
VIBE nutzt Echtzeit‑Systemdaten, um Prozess‑Gaps nicht nur qualitativ, sondern monetär zu bewerten. Es wird sichtbar, wie viel Liquidität beispielsweise durch ineffiziente Order‑to‑Cash‑Prozesse gebunden ist oder wie sich lange Durchlaufzeiten direkt auf den Cashflow auswirken.
C‑Level‑Nutzen:
Investitionen werden priorisiert nach
wirtschaftlichem Hebel, nicht nach Lautstärke einzelner Fachbereiche. Ressourcen fließen dorthin, wo sie das Ergebnis messbar verbessern.
3. Benchmarking und Fit‑to‑Standard – faktenbasiert statt ideologisch
Die Diskussion „Standard vs. Eigenentwicklung“ ist einer der größten Konfliktpunkte in Transformationen.
Mehrwert:
VIBE kombiniert SAP‑Telemetriedaten mit Branchenbenchmarks aus Tausenden von Transformationen. Unternehmen sehen objektiv, wo sie im Vergleich zum Wettbewerb stehen – und wo ihre Prozesse signifikant vom effizienten Standard abweichen.
C‑Level‑Nutzen:
Fit‑to‑Standard wird zu einer
strategischen Entscheidung auf Basis von Fakten. Wenn der Branchenstandard nachweislich effizienter ist als ein historisch gewachsener Spezialprozess, wird Harmonisierung argumentierbar – intern wie extern.
4. Verbindung von Business‑Strategie und IT‑Execution – die Value Map
Eines der größten Transformationsrisiken ist die Übersetzungslücke zwischen Strategie und Umsetzung. Business formuliert Ziele – IT implementiert Funktionen. Dazwischen geht Wirkung verloren.
Mehrwert:
VIBE erstellt eine
Value Map, die Business‑Ziele direkt mit konkreten S/4HANA‑Funktionen oder BTP‑Erweiterungen verknüpft. Ein Ziel wie „Erhöhung der Cashflow‑Transparenz“ wird systematisch auf Prozesse, Datenmodelle und technische Aktivierungen heruntergebrochen.
C‑Level‑Nutzen:
Die IT‑Roadmap zahlt nachvollziehbar und überprüfbar auf die Unternehmensziele ein. Strategie und Systemarchitektur sind nicht länger getrennte Welten.
Wann VIBE keinen Mehrwert stiftet – eine notwendige Klarstellung
So wirkungsvoll VIBE ist, es ist kein Selbstzweck. In reinen technischen Conversion-Projekten – etwa einer Minimal-Conversion ohne Prozess- oder Steuerungsanspruch – bleibt der Mehrwert begrenzt. Wenn weder strategische Ziele definiert noch finanzielle Wirkungszusammenhänge eingefordert werden, kann auch VIBE keinen Wert sichtbar machen.
VIBE entfaltet seine Stärke dort, wo Transformation bewusst als Management- und Steuerungsthema verstanden wird – nicht als reine IT-Maßnahme.
Praxisbeispiel aus der Transformation
In einem mittelständischen Industrieunternehmen wurde im Rahmen der S/4HANA-Einführung das Ziel formuliert, das gebundene Working Capital signifikant zu reduzieren. Erst durch VIBE-gestützte Value Diagnostics wurde sichtbar, dass der größte Hebel nicht – wie ursprünglich vermutet – im Einkauf lag, sondern in ineffizienten Order-to-Cash-Prozessen mit hohen Durchlaufzeiten und manuellen Klärfällen.
Die Konsequenz: eine gezielte Priorisierung von O2C-Maßnahmen mit messbarer Liquiditätswirkung – statt einer breiten, aber wirkungslosen Prozessoptimierung.
Fazit: VIBE macht Transformation steuerbar – nicht nur lieferbar
S/4HANA-Transformationen scheitern selten an Technologie. Sie scheitern daran, dass Wirkung nicht systematisch gemessen und gesteuert wird.
VIBE verschiebt den Fokus:
- von Go-Live zu Ergebnis
- von Features zu finanzieller Wirkung
- von technischen Entscheidungen zu strategischer Verantwortung
Für das C-Level bedeutet das vor allem eines: Transparenz, Steuerbarkeit und Rechenschaftsfähigkeit über den tatsächlichen Business Value der Transformation.
Oder anders gesagt:
Mit VIBE wird S/4HANA endlich das, was es immer sein sollte –
kein IT-Projekt, sondern ein messbarer Werthebel für das Unternehmen.
Leitfrage zum Abschluss
Wo messen Sie heute den tatsächlichen Wert Ihrer S/4HANA-Transformation – und wo verlassen Sie sich noch auf Annahmen?
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